Ortsbild Cornberg

Beim Aufbau der Siedlung Cornberg sollte der Mittelweg gefunden werden zwischen einer gesunden städtischen Bauweise mit mehrgeschossigen Häusern und einer Stadtrandsiedlung mit Eigenheimen und Gärten. Das zweigeschossige Mietshaus wurde in den ab 1936 entstandenen großen Siedlungsprojekten der Hessischen Heimstätte im Raum Kassel sowie im „Richelsdorfer Gebirge“ im Kreis Rotenburg zum vorherrschenden Gebäudetypus. Für die zuziehenden Bergarbeiter des Kupferschieferbergbaus galt es damals, Siedlungen zu bauen, die in ihrer Größe nicht als bloße Erweiterungen alter Ortschaften anzusehen waren. Vielmehr standen „Neue Städte“ auf dem Programm. ImageDer Regierungspräsident erteilte 1938 der Hessischen Heimstätte den Auftrag zum Bau der Großsiedlung Cornberg. Dies hob sich von den anderen Maßnahmen ab, da es sich nicht um eine Ortserweiterung, sondern um die völlige Neugründung einer kleinen Stadt handelte. Die Entscheidung zu einer Neugründung war getroffen worden, da das „Gefüge der bäuerlichen Gemeinden“ in der Nachbarschaft der Gruben durch den Bau weiterer Wohnungen nicht gefährdet werden sollte. Die Wahl des Geländes fiel deshalb auf Cornberg, eine an der Bahnstrecke und Reichsstraße Bebra nach Göttingen gelegene und von den neuen Schächten und der Hessenhütte leicht zu erreichende Staatsdomäne. Nach den Vorstellungen der Planer sollte eine kleine Stadt entstehen, die sich aus der natürlichen leicht hügeligen Umgebung entwickelte. Zu diesem Zweck plante man die Siedlung an Ort und Stelle. Der denkmalgeschützte Ortskern rund um den Marktplatz steht noch heute im besonderen Blickpunkt der Dorferneuerung von Cornberg.
Die „Neue Stadt“ sollte 120 reine Mietwohnungen in Vierfamilienhäusern, 560 Volkswohnungen und 120 Kleinsiedlungshäuser umfassen. Im Herbst 1938 wurde mit dem Bau des ersten Bauabschnittes der Siedlung begonnen.Image Dieser umfasste das baulich weitgehend geschlossene, um einen Marktplatz herum angeordnete Zentrum der Stadt im Anschluss an den Klosterbereich. Bis zum Ende des Jahres 1941 wurden 368 Wohnungen fertig gestellt. Weitere Bauabschnitte, für die eine offenere Bebauung angestrebt war, konnten aufgrund des kriegsbedingten Baustoffmangels nicht mehr ausgeführt werden. Zumeist handelte es sich bei den realisierten Häusern um zweigeschossige Massivbauten mit Satteldach. Daneben entstanden auch einige eingeschossige Einfamilien-Reihenhäuser. Vorherrschend waren Drei- und Vierraum- Wohnungen mit Wohnungsgrößen von 40-60 m² Wohnfläche.Image Großer Wert wurde darauf gelegt, Bezüge zur Umgebung und zur hessischen Landschaft herzustellen, so durch die bauliche Ausführung der Häuser mit Sockeln und Türeinfassungen aus Cornberger Sandstein und durch sparsamen Gebrauch von Fachwerk und Dachbedeckungen auch mit Fehlfarben. Für die Farbgebung der Häuser war ein Kunstmaler verantwortlich. Die anzusiedelnden Arbeitskräfte mussten aus allen Teilen Deutschlands zusammengezogen werden. Die erste Bergbaufamilie bezog im Dezember 1939 ihre zu diesem Zeitpunkt noch unfertige Siedlerstelle. Die Siedlergemeinschaft Cornberg hat zur Erinnerung an den Aufbau der Siedlung einen Förderwagen aufgestellt.

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Standortdaten

Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 254 - 485 m ü. NN
Fläche: 23,36 km²
Einwohner: 1.600
Gemeinde: 3 Ortsteile
Dichte: 65 Einwohner je km²

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Am Markt 8
36219 Cornberg

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