Geschichte

Wenn man von der Bundesstraße 27 bei der alten Klosterruine in Cornberg links abbiegt, dann erreicht man nach 2 Minuten Autofahrt oder nach einer viertelstündigen Wanderung den Ortseingang von Rockensüß. Von weitem grüßt der alte Kirchturm, egal von welchem der drei Nachbarorte Cornberg, Berneburg oder Königswald man das Dorf auch erreicht.
ImageTief ducken sich die Häuser, Schuppen und Stallgebäude in das Sontratal, um hinter den Hügelketten Schutz zu haben vor den Herbst- und Frühjahrsstürmen aus Westen und den eisigen Ostwinden im Winter. Die Hänge und Kuppen in unmittelbarer Ortsnähe sind wenig verbuscht. Wo der Boden es zuließ, bearbeiteten fleißige Hände  in Jahrhunderten mühsam die Weiden und Äcker. Das übrige Land musste brach liegen bleiben, weil der karge Boden noch nicht einmal einen Wald hätte tragen können. Im Sommer grünt und blüht es rings um das Dorf, wenn die Rapsfelder gelb in der Sonne leuchten und das Korn auf den Feldern wächst. So eingebettet in Wiesen und Felder gleicht der Ort wahrhaftig einem „Lerchennest in einer Ackerfurche“, wie es von einem ehemaligen Ortspfarrer einmal ausgedrückt wurde.

An den zahlreichen Fachwerkhäusern und den engen Gassen erkennt man sofort, dass es sich um ein typisches, hessisches Dorf handelt, das einige Jahrhunderte deutscher Geschichte miterlebt hat. Es ist nicht leicht, die Geschichte eines so kleinen Ortes über 700 Jahre zurück zu verfolgen. Manches erfreuliche oder auch schwere Ereignis, manche Erinnerung wird im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen sein.Image Der Ort Rockensüß ist sicher älter als 700 Jahre; aber erst 1274 wird er in einer Urkunde erwähnt. Im Hessischen Staatsarchiv in Marburg ist erwähnt: “…dass ein gewisser Kothel oder Koythel … im Jahre 1274 dem Kloster Bubenbach … alle seine Guter in “Rokensoze“ verkauft hat." Die Urkunde ist nicht näher datiert, muss aber vor dem 1. September jenes Jahres ausgestellt sein, denn zu diesem Datum verzichten in einer zweiten Urkunde die Lehnsherren des Kothel, die Brüder Heimbrad, Konrad und Hermann von Boyneburg, ihrerseits auf alle ihre Eigentumsrechte an diesen Gütern zugunsten des Klosters. Bereits drei Jahre später, nämlich 1526 wurde das Kloster Cornberg säkularisiert und somit auch für den Ort Rockensüß durch Landgraf Philipp den Großmütigen die Reformation eingeführt. Von diesem Zeitpunkt an findet man die Schreibweise “Rockensues“, aus der dann später “Rockensüß“ entstanden ist.

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Standortdaten

Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 254 - 485 m ü. NN
Fläche: 23,36 km²
Einwohner: 1.600
Gemeinde: 3 Ortsteile
Dichte: 65 Einwohner je km²

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36219 Cornberg

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