Lebensraum Steinbruch

Der unter dem Einfluss des Menschen entstandene Lebensraum Steinbruch bietet eine Vielzahl von Nischen für die unterschiedlichsten Lebewesen. Fels, Geröll und steile Abbruchkanten wechseln sich mit fruchtbareren Bereichen ab. Die Nährstoffe sind knapp. Es herrschen extreme Lebensbedingungen, da Temperatur, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung räumlich und zeitlich sehr stark schwanken. Birken gehören wie Weiden und Pappeln zu den Pionierpflanzen, deren Samen anfliegen und sich als erste ansiedeln. Auch Moose und Flechten gehören zu diesen Überlebenskünstlern, die mit schwierigsten Lebensbedingungen zurecht kommen. ImageBei der Besiedelung von Lebensräumen folgen stets bestimmte Pflanzengemeinschaften (Sukzession) aufeinander. Die Geröllhalden sind zum Großteil mit Erde, Felsen oder Schutt überdeckt. Darunter liegen zwischen den Gesteinsbrocken eine Fülle von Hohlräumen, die Tieren Unterschlupf bieten können, auch die Besiedelung mit Tieren folgt einem festen Schema. Zuerst kommen einfache Bodenlebewesen wie Asseln, Schnecken oder Ameisen. Später folgen Insekten, diese locken wiederum Vögel an, so dass sich auch in der Tierwelt nach und nach eine große Vielfalt entwickelt. Hausrotschwanz und Turmfalke sind häufige Bewohner unserer Dörfer und Städte. ImageUrsprünglich waren sie Felsbewohner, die gerne in Steinbrüchen nisteten. Auch Zauneidechsen finden im Steinbruch genügend sonnige und trockene Orte als Wohnung und Insekten als Nahrung. Die Teiche im Cornberger Steinbruch locken besonders Amphibien an. Im Frühling kann man wunderbar Teich- und Bergmolchen beim Liebesspiel zuschauen. Im Teich leben auch Wasserskorpione, Wasserkäfer und Libellenlarven, die sich mit etwas Muße und Geduld auch vom Ufer aus entdecken lassen. Eine Besonderheit stellt das Vorkommen der Geburtshelferkröte dar, die als bedrohte Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist. Diese Tiere leben an Geröllhalden und Felsabbrüchen, wo sie in den Felsspalten genügend Schutz finden. Die 4 bis 5 Zentimeter kleinen Tiere werden im Volksmund auch „Glockenfrösche“ genannt, weil ihre Paarungsrufe an Glockentöne erinnern. ImageTatsächlich ist die Geburtshelferkröte weder Frosch noch Kröte, sondern gehört zur Familie der Scheibenzüngler, die bereits seit 38 Millionen Jahren nachweisbar ist. Das Männchen schlingt sich nach der Paarung die Eischnüre um den Hinterleib und trägt diese 2 bis 5 Wochen mit sich herum. Wer die Geburtshelferkröten hören möchte, sollte sich zur Paarungszeit, in der Dämmerung, am „Glockenteich” auf die Lauer legen. Denn das eindrucksvolle Konzert der Geburtshelferkröten ist so einzigartig wie ihre Brutpflege.

 

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