Natur und Landschaft

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Der erste besiedelte Bereich war das Kloster Bubenbach. Es lag in einer Talmulde dicht unter der Passhöhe an der Wasserscheide zwischen Fulda und Werra, wo sich der alte historische Höhenweg, die "Sälzerstraße", mit der jüngeren Völker- und Herrenstraße aus dem Fuldatal kreuzte. Die Verlegung des Klosters in die geschützte wärmere und weitere Tallage am Cohrenberg soll zwischen 1292 und 1296 erfolgt sein. Zur Klosteranlage in Cornberg gehörten außerhalb des eigentlichen Klosterkerns zahlreiche Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Den wichtigsten Baustoff für alle Gebäude den Cornberger Sandstein entnahm man direkt hinter der Klosteranlage aus einem Steinbruch. Dieser bedeutsame Geotop mit seinen fossilen Funden und den besonderen Lebensräumen ist auch heute noch wichtig für die vom Aussterben bedrohte Geburtshelferkröte. Für die entscheidende Veränderung der Cornberger Landschaft sorgte neben dem Aufbau der Siedlung insbesondere die Neutrassierung der Bundesstraße 27.  Bereits ab 1950 liefen, ausgelöst durch die inzwischen neu errichtete Bergbausiedlung Cornberg, Verhandlungen über die Aufteilung des 170 Hektar großen Domainengrundbesitzes, die 1960 mit der Aufteilung in sechs neue Aussiedlerhöfe abgeschlossen wurden. Die einstige Staatsdomaine war seit 1831 hinsichtlich der landwirtschaftlichen Bodennutzung ein bestimmender Faktor für die Kulturlandschaft um das Kloster Cornberg. Üblicher Weise liegen im nordhessischen Fulda-Werra-Bergland außerhalb der relativ engen Flusstäler weniger ertragreiche Standorte als in den Mittelgebirgslagen. Die regionale Bodennutzung zeichnet sich hier durch einen besonders hohen Waldanteil und relativ hohe Grünlandanteile aus. Die starke Zergliederung der Landschaft wirkte sich prägend auf die Entwicklung der Landwirtschaft und Bodennutzung aus. In der Umgebung von Cornberg sind Natur und Landschaft auf vielfältige Weise mit dem Abbau von Bodenschätzen verbunden. Der bedeutsame Abbau des Cornberger Sandsteins, der ehemalige Alabasterabbau im Dörntal und der Gipsbruch am Schwatenberg belegen dies augenscheinlich. Der Erhalt der vielfältig strukturierten Kulturlandschaft mit den darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sieht für den Raum um Cornberg den Erhalt und Pflege der Kalkmagerrasen und den Erhalt von großen zusammenhängenden Waldgebieten entlang der Höhenzüge vor. Hier führt insbesondere der von Thüringen her kommende Wartburgpfad als Fernwanderweg X 9 über die Cornberger Höhe mit ihren drei Linden an den „Drei Kreuzen“ vorbei zur Franzosenstraße. Diese bei Wanderern beliebte Route hatte ihre besondere Bedeutung während der vielen Kriegszüge. Von den Höhenzügen um Cornberg geht der Blick bis weit ins Meißnervorland mit seinen bewaldeten Hügeln in einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft.

 

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Standortdaten

Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 254 - 485 m ü. NN
Fläche: 23,36 km²
Einwohner: 1.600
Gemeinde: 3 Ortsteile
Dichte: 65 Einwohner je km²

Gemeindeverwaltung
Am Markt 8
36219 Cornberg

Gemeindeverwaltung

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr.: 07:30 – 12:30 Uhr
Do.:
14:00 – 18:00 Uhr

E-Mail:
info@cornberg.de
Telefon:
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Fax
: 05650 9697-16

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