Natur und Landschaft

Die Gemarkung von Rockensüß reicht bis an die Wasserscheide von Fulda und Werra. Kennzeichen für die Dörfer im Fulda-Werra Bergland sind die großflächigen Laub- und Nadelmischwälder. Zahlreiche Kleinwälder, Feldgehölze und Hecken stellen eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt dar. Die kleinteiligen Strukturen von Grünland und Ackerland prägen das Landschaftsbild. ImageEine Zerschneidung durch große Straßen oder Stromtrassen ist unterblieben. Die Feldflur zeichnet sich durch einen großen Artenreichtum in Fauna und Flora aus. Der traditionelle Obstbaumgürtel in den Nutzgärten rund um das Dorf ist noch erhalten und grenzt den Übergang zur freien Landschaft ab. Im Sommer grünt und blüht es rund um das Dorf, wenn die Rapsfelder gelb in der Sonne leuchten und das Korn auf den Feldern wächst. Mit einer Gemarkungsgröße von über 1000 ha ist Rockensüß von je her landwirtschaftlich geprägt gewesen. Die artenreichen Wiesen und Weiden werden vorwiegend zur Rinderhaltung genutzt. Die Gegend ist durch zahlreiche Gipslager, die auch abgebaut werden, bekannt. Durch Niederschlagswasser wurden die Gipslager ausgelaugt. Die entstandenen Hohlräume stürzten ein und bildeten Erdfälle, die als Dolinen bezeichnet werden. Auf diesem Kalkboden gedeihen zahlreiche Orchideenarten. Um sie zu schützen, wurden zahlreiche kleinere Kalkmagerrasengebiete im Rahmen der Ausweisung der europaweiten „Natura 2000 Gebiete“ unter Schutz gestellt. ImageDie Gruben und Senken, Kuppen und Höhlen um Rockensüß haben wiederholt Anlass zu Sagen und Geschichten gegeben. Das Bertels-Loch ist eine Senke auf halbem Wege von Rockensüß nach Rittershain. Wo heute in den zahlreichen kleinen Höhlen und Felsspalten die Füchse und Fledermäuse hausen, soll einst in einer geräumigen Höhle ein Einsiedler gelebt haben. Nur selten verließ er die Höhle und kam ins Dorf, um Gelegenheitsarbeiten auszuführen und sich damit einen hausbackenen Laib Brot, eine “Ahle Worscht“ oder auch ein paar Pfennige Bargeld zu verdienen. Die Hänge und Kuppen in der Feldflur sind teilweise verbuscht und sollen im Rahmen eines Landschaftspflegekonzeptes als Weideland für die Huteschäferei genutzt werden. Ein solcher Biotopverbund, wie er zum Austausch und Erhalt von Arten unbedingt notwendig ist, wird über Korridore und Trittsteine zwischen bestehenden Magerrasen, Bergwiesen und Heiden erreicht. Die „Große Doline“ bei Rockensüß ist als bedeutendes Reliktvorkommen dieser ehemals verbreiteten Nutzungsform als flächenhaftes Naturdenkmal unter Schutz gestellt worden. Von der Jagdhütte in der Nähe der drei Kreuze, wo die Franzosenstraße vorbei führt hat man eine wunderbare Aussicht auf eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft bis hin zum Hohen Meißner.

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Standortdaten

Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 254 - 485 m ü. NN
Fläche: 23,36 km²
Einwohner: 1.600
Gemeinde: 3 Ortsteile
Dichte: 65 Einwohner je km²

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36219 Cornberg

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